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Auf den Fachtagen der Frankfurter Buchmesse

Buchmesse cIch auf der Frankfurter Buchmesse – toll. Ich auf den Fachtagen der Frankfurter Buchmesse – sehr toll! Ich als Frau von Fach auf den Fachtagen der Frankfurter Buchmesse mit einem Autoren an meiner Seite – premium-toll!

Dies waren beste Voraussetzungen, um es selbstbewusst hinter mich zu bringen.

In meiner exklusiven Position hatte ich aber Mitleid. Mitleid mit den kleinen Verlagen. Ein paar waren nämlich so klein, dass man sie kaum sah, wahrscheinlich wollten sie auch gar nicht gesehen werden, sondern lieber im Boden versinken. Mehrere tausend Euro hatten sie für ihren Auftritt dennoch bezahlt. Deswegen hatte mich auch ein Künstler aus Halle 4.1 sofort marktschreierisch gefangen gehalten, als ich das Attentat eines beiläufigen Blickes auf seine ausgestellten Exemplare beging. Wie aus der Pistole geschossen erhielt ich sämtliche Informationen um die Produktion seiner Bücher herum, die ich gebetsmühlenartig lächelnd und nickend an mir abprallen ließ – es war einfach zu traurig. Aus einer melancholischen Trance heraus, steckte ich dann irgendwie noch seine Visitenkarte ein.

Gerade in meinem Lieblingsviertel, In Halle 4.1, würdevoll “State of the Arts” genannt, wollte ich mich lieber durch die Gassen schleichen, bevor ich wieder angeschrien werden würde.

Wir schätzen Kunst und die Buchbranche blüht – dies ist wohl die Botschaft, die mich eigentlich hätte erreichen sollen. Und wenn ich solche Bilder sehe, glaube ich ja auch wieder daran:Buchmesse14
Trubel (der bei den Fachtagen entgegen der Publikumstage verhältnismäßig gering ausfällt), wie er auf Messen oder in Museen vorkommt, beeindruckt mich in diesem Sinne sehr, dass ich schnell völlig platt bin und ich freue mich dann über ein Päuschen. Beherzt suchte ich nach einem Café, um in Ruhe das zentnerschwere Programmheft anzugehen. Für ein pappiges Käsebrötchen gab ich vermutlich das Jahreseinkommen eines der eben erwähnten Verlage aus.

Ich sende zwischendurch ein tapferes Lächeln: Buchmesse 14 a

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Essen überfiel mich endgültig die Müdigkeit. Das Programm hielt für solche Fälle eine halbstündige “Performance” bereit, die den Besucher durch Eigenaktivität die Müdigkeit aus den Knochen wälzen sollte: Die Gutenberg-Presse – “Eines der ältesten Druckmuseen der Welt bietet Einblicke in seine Arbeit.”
Sensationsheischend begab ich mich also nochmals ins Gebiet 4.1. Am gesuchten Ort gab es keine Marktschreier, hier herrschte der Großgrundbesitzer Gutenberg und in diesen Momenten waren die Sorgen über Land und Leute dieses Buchplaneten wie weggeblasen:
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Verwirrende Eindrücke – und ich freue mich auf einen nächsten Besuch!

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