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Hommage an Fischli und Weiss “Der Lauf der Dinge”

Im Berliner Kulturforum habe ich im Juni diesen Jahres zum x-ten Mal die Dokumentation der Installation “Der Lauf der Dinge” (1987) von  Fischli und Weiss bewundert.

Es ist für mich in gewissem Sinne ein Urkunstwerk, ein Paradebeispiel für das, was Kunst in ihrem eigentlichen Sinne ist und wieder werden sollte: Ein ernsthaftes Spiel, fern von alltagstauglichem Nutzen. Eine Thematik, mit der Schiller 1794 in seinen ästhetischen Briefen die Geburtsstunde der freien Kunst einleitete. “Um es endlich einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.” (aus Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen”, 1794).

Ganz direkt nimmt sich das Künstlerduo dieser Thematik an: Es entwirft einen Kreislauf scheinbarer Zweckmäßigkeit, der aber letztlich nur einen einzigen Nutzen hat: Das freie Spiel.

Was für einen unglaublichen Aufwand die beiden Schweizer Künstler dafür getrieben haben. Man muss wahrlich für die Kunst leben, um so etwas zu tun! Trotz einer wahnsinnigen Präzision, dem enormen Arbeitsaufwand und also einer Herangehensweise voller Mühe und Ernsthaftigkeit, schafft die Arbeit den Eindruck unbändiger Verspieltheit und Leichtigkeit.

Video “Der Lauf der Dinge”

 

 

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