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Entstehung eines EUROPEAN VISIONS – Gemäldes|Step 1

Fertiger Entwurf des Gemäldes zum Fragebogen “Frank Schwalba-Hoth”

In meinem Kunst-Projekt EUROPEAN VISIONS – Humans behind Europe geht es darum, die persönlichen sowie europabezogenen Träume und Visionen von Individuen durch einen hierfür konzipierten Fragebogen zu sammeln und zu visualisieren. Je Fragebogen entsteht ein Gemälde, welches auf die interviewte Person hinsichtlich ihrer Träume und Visionen und auch ihrer ästhetischen Vorlieben zugeschnitten ist.

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Pulse of Europe ruft zur Europa-Wahl!

Pulse of Europe vor dem Lübecker Rathaus versammelt.

Am 07. April 2019 baute Pulse of Europe seine Stände vor dem Rathaus in Lübeck auf. Die überparteiliche Bürgerbewegung ist europaweit in über hundert Städten aktiv und hat im März eine große Kampagne gestartet, mit dem Ziel, eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als 2014 zu erreichen. 

Am Infostand gab es Informationen zur Europawahl im Mai und zum europäischen Parlament. Ein EU-Quiz am Glücksrad, eine Fotoaktion “im Bilderrahmen” – und mein Projekt #iPaintYourDreams! – European Visions.

Mehr Pulse of Europe-Termine in Lübeck ➡️

In meinem Kunst-Projekt geht es darum, die persönlichen sowie europabezogenen Träume und Visionen von Individuen durch einen hierfür konzipierten Fragebogen zu sammeln und zu visualisieren. Je Fragebogen entsteht ein Gemälde, welches auf die interviewte Person hinsichtlich ihrer Träume und Visionen und auch ihrer ästhetischen Vorlieben zugeschnitten ist.

Ich habe mich sehr über die rege Beteiligung am Projekt gefreut, die sich durch die vielen berührenden Antworten auf den #iPaintYourDreams!-Fragebogen bemerkbar machten!

Hier einige Auszüge unterschiedlicher Teilnehmer (1. Antwort bezieht sich auf ihren “Lieblings-Stil” Surrealismus:

Lehrerin aus Lübeck (36) bezieht sich auf den Kunst-Stil Surrealismus.
Schülerin aus Lübeck (16)
E.Stumpe, Kaufmann in Rente (66)
Werner Lutz, Rentner (67)
Schülerin aus Lübeck (15)
Silke Langmaack, Therapeutin (58)
Manfred Juschmann, Maschinenbautechniker in Rente (87)

Ich freue mich, wenn auch Sie sich an dem Projekt beteiligen, indem Sie den #iPaintYourDreams!-Fragebogen ausfüllen. Oder indem Sie es über den Erwerb eines #iPaintYourDreams!-Gemäldes unterstützen (auch das Traumgemälde von Robert Menasse (Deutscher Buchpreis 2017) wartet noch auf seine Realisierung… )!

Brüssel

26. – 28. November 2018

Ein Besuch im Europäischen Parlament

Plenarsaal
Hier kommt einiges zusammen…
Mit Frank Schwalba-Hoth
… und mit Reimer Böge.
Solidaritätsbekundung

New York, New York …

Ortsbegehung vom 22. – 26. Oktober 2018

Ein Bilder-Erlebnisbericht

Mein Weg zum Turm.
World Trade Center Memorial
Eingang zum Memorial Museum
Museum of Modern Art
Les Desmoiselles d’Avignon
Broadway
Broadway II
5th Avenue
Manhattan
Central Park
Oyster Bar – Central Station
Public Library
Public Library II
Trump Tower

Act for Democracy! Forum on European Culture. Amsterdam, 31 May – 3 June

Museumplein, Amsterdam

Museumplein

Was unser Herz berührt

Ein Erlebnisbericht zum Besuch von “Act for Democracy! Forum on European Culture.”, Amsterdam, 31 May – 3 June

Es ist Samstag, der 2.6.18. Ich bin auf einer Veranstaltung, die den Namen “The Art of Regionalism” trägt und im “De Balie, Salon” stattfindet. Ca. 15 weitere Menschen sitzen mit mir im Publikum. Adith Hunkar, eine aufgeweckt und sehr emanzipiert wirkende Dame, die sich selbst als “freestyle journalist” bezeichnet, moderiert das 4-köpfige Panel. Es wird Hoffnung darauf gemacht, dass wir mit dieser Veranstaltung der Frage näherkommen, ob ein Europa der Regionen zu einer Erfüllung unserer Europäischen Visionen führen kann. Darüber wurde letzten Endes jedoch eigentlich gar nicht gesprochen.

Zunächst wurde das Publikum mit einem friesländischen “Troubadour” namens “Willie Darktrousers” beruhigt:

 

Das Stück war lang und langgezogen, jedoch gut gewählt, da mit regionalem Charme (und seinem im Hintergrund vor sich hin grinsenden Landes-Bruder nach zu urteilen wohl auch humorvoll).

Teilnehmer des Panels sind: Albert Heta, ein politischer Konzept-/Interventionskünstler, der u.a. den Kosovo auf der Biennale in Venedig 2005 präsentierte; Jackie Wylie, welche das “National Theatre of Scotland” leitet und Sjoerd Bootsma, aktives Mitglied der Organisation “CitizensLab“, welches alternative Modelle Europäischen Zusammenlebens entwickelt und testet.

Heta spricht über den Kosovo, dessen Zugehörigkeiten seit über 100 Jahren und Unabhängigkeit von Serbien 2008 bis heute umstritten sind. Nach Hetas Aussagen vergäße der Kosovo seine Identität durch die jahrzentelange Beschäftigung mit umstrittenen Zugehörigkeiten, weswegen die regionale Kunst von Zerrissenheit und der Suche nach Identität erzähle, aber auch die jüngst erworbene Unabhängigkeit und somit Freiheit feiere. Als Beispiel für Letzteres zeigt er ein Musikvideo des Kosovo-Popstars Rita Ora.

In Europa rede niemand über Freiheit, sagt er. Wir nähmen diese als selbstverständlich.

Dieser Umgang mit Identität im Kosovo stehe nach Wylie im Gegensatz zur schottischen. Schottland reagiere auf die Zugehörigkeitsfrage mit einem festen Traditionsbewusstsein bis hin zu Patriotismus. Dessen regionale Kunst kreise folglich gern um sich selbst. Beiden Ausprägungen sei jedoch gemeinsam, dass Kunst insbesondere als “Heiler” fungiere.

(Von links nach rechts: Sjoerd Bootsma, Albert Heta, Jackie Wylie, Adith Hunkar)

Der sympathische Friesländer zeigt einen durch den CitizenLab entstandenen Werbefilm für seine Region, welcher die Menschen vor allem durch Kulturgüter zu begeistern versucht:

 

Wenn er sagt: “Kunst trifft die Menschen im Herzen – darin liegt die Kraft der Kunst”, sind sich alle einig.

Um 17:30 sitze ich im “Duvel”, einer Kneipe am Wasser, trinke ein frisch Gezapftes und fühle mich erschlagen – es wird ja doch immer sehr viel geredet und ich frage mich, wohin das führt: Ein kleiner Kreis engagierter Menschen besucht diese Veranstaltungen und redet über Europa und Kunst. Mich hat das Reden darüber jedenfalls nicht im Herzen getroffen – eher im Kopf und der ist jetzt unsäglich müde. Und kalt wird mir auch.

Das Einzige, was jetzt noch mein Herz berühren könnte, wäre, mit jemandem verliebt, Hand in Hand an den Kanälen Amsterdams entlang zu schlendern.

Meine Gedanken schweifen weiter: Ich beginne über mein Aussehen und das Älterwerden nachzugrübeln. Ich fühle mich egoistisch und wenig politisch engagiert und versuche dies zu ändern, indem ich an politisch engagierte Menschen denke, die mir etwas bedeuten. Ich muss noch ein Bier bestellen.

 

Zu um 20 Uhr mache ich mich mit einem durch Verschiedenes hervorgebrachten Motivationsschub zur Veranstaltung “Europa – Wir schaffen das!” auf. Ja, die Veranstaltung ist angesiedelt im “Het Concertgebouw”, einem festlichen Konzertsaal, gut angezogene Menschen unterhalten sich in angenehmer Intonation, es herrscht die Atmosphäre freudiger Erwartung wie vor einem klassischen Konzert. Ich bin bereit, mich mitreißen zu lassen.

Schon der Beginn ist vielversprechend: Seyran Ates, die mutige Frauenrechtlerin, dringt auf uns ein: Was für eine Gesellschaft wollen wir unseren Kindern hinterlassen? Was können wir für unser Friedens-Projekt tun?

 

Lars Eidinger liest in feierlicher Ernsthaftigkeit, die leider ein wenig aufgesetzt scheint, eine Sage und aus Stefan Zweigs “Die moralische Entgiftung Europas”:

 

Und Simon Strauss spricht mit tiefem Engagement. Er spricht echt, heißblütig aber schlüssig über Kultur. Dass sie zeitlos ist, Gefühle wecken, zu Visionen verhelfen und Freiheit bringen kann. Das gezündete Feuer im Herzen wird durch den musikalischen Auftritt einer erstaunlichen Sängerin namens WENDE (➡ hier zum Video) weiter entfacht. Chris Dercon, ehem. Kurator der Tate Modern und ehem. Intendant der Volksbühne in Berlin, versucht das Feuer erstaunlicher Weise zu löschen, indem er steif und fest die Ansicht vertritt, Deutschland sei seit 2006 kein Land der Ideen mehr und Europa brauche weniger Kultur denn kühle Köpfe in der Politik. Und so kam auch noch Feuer in die Gesprächskultur, in die Diskussion zwischen Dercon und Strauss (➡ hier zum Video).

Diese Veranstaltung setzt endlich um, was in der vorherigen bloß besprochen wurde: Sie zeigt, welche Kraft und Schönheit in der Kultur liegen kann. Wenn man ihr den Raum gibt. Wenn man sie ernst nimmt.

Sonntag der 3.6.18, 14 Uhr: Manifesto with Julian Rosefeldt / Film + Talk.

Jetzt werde ich eines meiner künstlerischen Vorbilder sehen: Julian Rosefeldt. Im Frühling vor zwei Jahren sah ich erstmals seine Filminstallation Manifesto im Hamburger Bahnhof und dann ein weiteres Mal. Ich habe selten ein Kunstwerk erlebt, welches mir so vollkommen erschien. Ich bin aufgeregt – immerhin besser als Müdigkeit! Ich komme zu spät und stürme zur verschlossenen Tür des Kinosaals. Nur ein etwas schlaksiger Mann steht davor und tippt etwas in sein Handy. Ich frage ihn, ob man hier noch rein dürfe. Überaus freundlich bedeutet er mir, ich dürfe. Später stellte sich heraus, es handelte sich um Rosefeldt selbst.

 

Ich sitze endlich und kann mich erneut dem Film widmen, der durch häufiges Schauen kein bisschen langweiliger wird. Die sagenhaft spielende Kate Blanchett, die die zahlreichen, völlig unterschiedlichen, subtil überzeichneten Rollen vollkommen ausfüllt, erinnert mich an die Kunst Cindy Shermans, welche in der Überzeichnung ihrer Charaktere allerdings weitaus extremer ist. Blanchett überzeugt so sehr, dass ich glaube, sie braucht die Schauspielerei, um kritische bis lächerliche menschliche Verhaltensweisen therapeutisch zu verarbeiten. In inspirierter Selbstreflexion vermute ich, dass mich diese Art Kunst u.a. deshalb so fasziniert:

Es geht um den Menschen. Wie er sich warum verhält, was er sich wünscht, was er denkt und fühlt.

Die Kunst ist, genau hinzuschauen und Menschliches zu sehen, anstatt es zu verstecken, selbst wenn, gerade wenn es peinlich ist.

Nun spricht Rosefeldt selbst. Er meint, man müsse sich als Mini-Institution im Kosmos sehen und fragen: Was ist meine Rolle/mein Beitrag? Er sagt:

“You have to think limitless and risky!”

16 Uhr: Presentation Eurolab

Wolfgang Tillmans, Rem Koolhaas und Stephan Petermann haben sich mit jungen Kreativen zusammengeschlossen, um an Marketingaktionen herumzudenken, welche das Europa-Projekt für die Allgemeinheit attraktiver machen soll.

Es werden Statistiken zum politischen Verhalten der Europäer und eine Menge Fakten aufgefahren.

Die Präsentationen der Ergebnisse des Labs zeigen, dass es nicht um Kunst, sondern um Marketing geht: Es sollen frische, junge Wahlpartys veranstaltet werden. Pop- und Sportstars sollen T-Shirts tragen und sich so über Internet-Kampagnen zeigen.

Mit Aufschriften wie “No man is an island, no country by itself”, “We are not perfect but still a family” oder Tillmans Lieblingsspruch: “Your grandparents fought for it. Your children depend on it”.

Ich wundere mich über das Kalkül dieser Künstler und komme mir weltfremd und verträumt vor.

18:30: Ich sitze wieder etwas abgeturnt am Wasser, allein mit leicht engem und kaltem Herzen. Immerhin habe ich Gemüse und Hummus und ein frisch Gezapftes.

Ich überlege, ob ich beleidigt bin, weil meine Bewerbung fürs Eurolab erfolglos war, widerlege diese Gedanken aber. Die Veranstaltung kam mir so leidenschaftslos vor. Vielleicht bin ich manchmal zu unkonkret in meinen Träumen von einer besseren Zukunft. Doch ganz pragmatisch kann und will ich nicht sein! Vielleicht wenigstens pragmatischer, mich verstärkt mit aktuellen, konkreten Fakten befassen und daraus meine (künstlerischen) Schlüsse ziehen. Aber was bedeutet das schon “konkret” zu sein? Ja, das bedeutet auch, weltlich zu sein. Das bedeutet, mit der Welt genau so wie sie ist umzugehen, nichts zu verschleiern, nichts zu verschönern. Aber das ist ja furchtbar öde! Und wenig romantisch. Ich bezweifle, dass ich das will. Am Ende muss beides zusammenkommen:

Ohne Träume entwickelt sich die Welt nicht zum Positiven und ohne das Konkrete ebenso wenig.

Ich denke, so lebe ich bereits. Und bei Tillmans und Co ist mir das Verträumte zu kurz gekommen.

Dennoch: Sowohl die Welt als auch Europa können nicht durch clevere Ideen gerettet werden. Das Einzige was uns retten kann, ist die Leidenschaft für das Gute, Wahre und Schöne.

Nachts war ich mit namhaften Menschen unterwegs. Es sind realitätsnahe, konkrete Menschen, die sich in der Welt zu bewegen wissen. Mir war kalt.

 

 

Kunst im Netz: Sas Christian

Dieser Beitrag stellt euch jeden Freitag kurz und bündig einen aktuellen Art-Blog vor. Somit wird versucht, Kunsttrends auf die Spur zu kommen. Diesmal: Sas Christian.

saschristian

Einem der Kunst mag und damit meine ich wirklich Kunst, nämlich die, die sich auflehnt und mehr sieht, als der Otto Normalverbraucher, dem werden sofort sämtliche Alarmglocken angehen, sobald er auf die Seite der britischen, 45-jährigen Künstlerin stößt: Das ist Kitsch, nicht Kunst – so dachte ich zumindest. Und denke es immer noch. Doch habe ich mich verführen lassen von Glamour und handfesten Emotionen, die wieder, so wie man es kennt, schön brav der Weiblichkeit zugeordnet werden – es ist wunderbar!
Dann betrachte ich die Augen ihrer Öl-af-Leinwand-Weibsbilder genauer: In gekonnter Technik fallen sie aus den deutlich zu porzellanartigen Gesichtern heraus und wirken dadurch um so lebendiger. Häufig sind sie gar rotunterlaufen und feucht, als hätte die werte Dame – hach – als hätte sie gerade eben noch geweint!
aurora
Dieser Effekt unterbricht die kitschige Sorglosigkeit (ein wenig) und gibt den Bildern Tiefe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

bunny blue

 

Alt bekannte Weiblichkeit findet sich ebenfalls in der häufig gewählten Pose kindlichem Schmollens:

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Titel der Werke habe ich mit voller Absicht unerwähnt gelassen – wenn ihr sie nachschaut, wisst ihr warum.

Biedermeierische Behaglichkeit breitet sich in mir aus. Und nach Betrachten der Bilder habe ich irgendwie Lust auf Sylvester bekommen – Weihnachten ist ja auch bald schon vorbei.

Auf den Fachtagen der Frankfurter Buchmesse

Buchmesse cIch auf der Frankfurter Buchmesse – toll. Ich auf den Fachtagen der Frankfurter Buchmesse – sehr toll! Ich als Frau von Fach auf den Fachtagen der Frankfurter Buchmesse mit einem Autoren an meiner Seite – premium-toll!

Dies waren beste Voraussetzungen, um es selbstbewusst hinter mich zu bringen.

In meiner exklusiven Position hatte ich aber Mitleid. Mitleid mit den kleinen Verlagen. Ein paar waren nämlich so klein, dass man sie kaum sah, wahrscheinlich wollten sie auch gar nicht gesehen werden, sondern lieber im Boden versinken. Mehrere tausend Euro hatten sie für ihren Auftritt dennoch bezahlt. Deswegen hatte mich auch ein Künstler aus Halle 4.1 sofort marktschreierisch gefangen gehalten, als ich das Attentat eines beiläufigen Blickes auf seine ausgestellten Exemplare beging. Wie aus der Pistole geschossen erhielt ich sämtliche Informationen um die Produktion seiner Bücher herum, die ich gebetsmühlenartig lächelnd und nickend an mir abprallen ließ – es war einfach zu traurig. Aus einer melancholischen Trance heraus, steckte ich dann irgendwie noch seine Visitenkarte ein.

Gerade in meinem Lieblingsviertel, In Halle 4.1, würdevoll “State of the Arts” genannt, wollte ich mich lieber durch die Gassen schleichen, bevor ich wieder angeschrien werden würde.

Wir schätzen Kunst und die Buchbranche blüht – dies ist wohl die Botschaft, die mich eigentlich hätte erreichen sollen. Und wenn ich solche Bilder sehe, glaube ich ja auch wieder daran:Buchmesse14
Trubel (der bei den Fachtagen entgegen der Publikumstage verhältnismäßig gering ausfällt), wie er auf Messen oder in Museen vorkommt, beeindruckt mich in diesem Sinne sehr, dass ich schnell völlig platt bin und ich freue mich dann über ein Päuschen. Beherzt suchte ich nach einem Café, um in Ruhe das zentnerschwere Programmheft anzugehen. Für ein pappiges Käsebrötchen gab ich vermutlich das Jahreseinkommen eines der eben erwähnten Verlage aus.

Ich sende zwischendurch ein tapferes Lächeln: Buchmesse 14 a

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Essen überfiel mich endgültig die Müdigkeit. Das Programm hielt für solche Fälle eine halbstündige “Performance” bereit, die den Besucher durch Eigenaktivität die Müdigkeit aus den Knochen wälzen sollte: Die Gutenberg-Presse – “Eines der ältesten Druckmuseen der Welt bietet Einblicke in seine Arbeit.”
Sensationsheischend begab ich mich also nochmals ins Gebiet 4.1. Am gesuchten Ort gab es keine Marktschreier, hier herrschte der Großgrundbesitzer Gutenberg und in diesen Momenten waren die Sorgen über Land und Leute dieses Buchplaneten wie weggeblasen:
Buchmesse b
Buchmesse dBuchmesse e

 

 

 

 

 

 

 

 

Verwirrende Eindrücke – und ich freue mich auf einen nächsten Besuch!

Kunst im Netz: The Little Chimp Society

Dieser Beitrag stellt euch jeden Freitag kurz und bündig einen aktuellen Art-Blog vor. Somit wird versucht, Kunsttrends auf die Spur zu kommen. Diesmal: The Little Chimp Society.

The Little Chimp Society

The Little Chimp Society ist eher ein Unternehmen denn ein Blog. Es ist möglich auf dieser Seite Stunden zu verbringen, da man vielleicht auf ein Projekt klickt, das einen auf der Seite im wahrsten Sinne des Wortes anspringt und dieses wiederum seine eigene Webseite hat, womit ich gleich einen Nachteil anspreche: Die Seite ist unübersichtlich. Dennoch ist sie wichtig – kein Illustrator sollte sie übersehen – und sie verfolgt das gleiche Ziel wie ich: Aufzuspüren was die momentanen Trends in der Kunst sind.

Ein von LCD ins Leben gerufenes Projekt möchte ich nun herausgreifen, da es sowohl für Kunstschaffende, als auch für Unternehmen die eine/n Illustratoren/in suchen, als auch für Menschen, die sich einfach nur für Kunst interessieren, betrachtenswert ist: Hire an Illustrator stellt eine riesige Sammlung an professionellen Illustratoren/-innen dar, deren Portfolios und Webseiten sich dort ebenfalls zu Gemüte führen lassen. Und alle beherrschen ihr Handwerk, manche auf eindrucksvolle, fast einschüchternde Weise, wenn man an die Masse der dort vorgestellten Künstler denkt. Nun, jeder kann sich dort bewerben – ob Anfänger oder alter Hase – er muss jedoch erst an einer hochkarätigen Jury vorbei.

Zum Beispiel bei Lee Moyer ist für mich keine handwerkliche Qualitätssteigerung mehr denkbar: mscarroll

Und wenn es um den Geschmack geht, wird hier ebenfalls jeder bedient.

Die Erfüllung des Künstlers

Die Erfüllung des Künstlers

Kunst im Netz: Gilbert Legrand

Dieser Beitrag stellt euch jeden Freitag kurz und bündig einen aktuellen Art-Blog vor. Somit wird versucht, Kunsttrends auf die Spur zu kommen. Diesmal: Gilbert Legrand.

Gilbert Legrand

Gilbert Legrand ist ein französischer Künstler auf dessen Seite vor allem seine Skulpturen, Illustrationen und Fotografien zu betrachten sind.

la pipe

Ce n’est pas une pipe: Gilbert Legrand hat aus zwei Pfeifen einen wilden Stierkampf inszeniert.

Besonders seine Skulpturen haben es mir angetan: Er bearbeitet Alltagsgegenstände in einer Weise, die sie zum Leben erwecken. Beim Betrachten denke ich mir: Diese Säge mit genau dieser Form hätte nichts anderes als genau dieser Wolf mit genau diesem Gesichtsausdruck sein können. Und der Farbauftrag komplettiert den erschaffenen Charakter auf eine ideale Weise. Auch die Qualität seiner Fotografien, so wie einige illustrative, nachträglich in den Kontext der Figur gesetzten Details bewirken, dass die Skulpturen scheinbar empfindungsfähig sind…scheinbar?

rapper