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Act for Democracy! Forum on European Culture. Amsterdam, 31 May – 3 June

Museumplein, Amsterdam

Museumplein

Was unser Herz berührt

Ein Erlebnisbericht zum Besuch von “Act for Democracy! Forum on European Culture.”, Amsterdam, 31 May – 3 June

Es ist Samstag, der 2.6.18. Ich bin auf einer Veranstaltung, die den Namen “The Art of Regionalism” trägt und im “De Balie, Salon” stattfindet. Ca. 15 weitere Menschen sitzen mit mir im Publikum. Adith Hunkar, eine aufgeweckt und sehr emanzipiert wirkende Dame, die sich selbst als “freestyle journalist” bezeichnet, moderiert das 4-köpfige Panel. Es wird Hoffnung darauf gemacht, dass wir mit dieser Veranstaltung der Frage näherkommen, ob ein Europa der Regionen zu einer Erfüllung unserer Europäischen Visionen führen kann. Darüber wurde letzten Endes jedoch eigentlich gar nicht gesprochen.

Zunächst wurde das Publikum mit einem friesländischen “Troubadour” namens “Willie Darktrousers” beruhigt:

 

Das Stück war lang und langgezogen, jedoch gut gewählt, da mit regionalem Charme (und seinem im Hintergrund vor sich hin grinsenden Landes-Bruder nach zu urteilen wohl auch humorvoll).

Teilnehmer des Panels sind: Albert Heta, ein politischer Konzept-/Interventionskünstler, der u.a. den Kosovo auf der Biennale in Venedig 2005 präsentierte; Jackie Wylie, welche das “National Theatre of Scotland” leitet und Sjoerd Bootsma, aktives Mitglied der Organisation “CitizensLab“, welches alternative Modelle Europäischen Zusammenlebens entwickelt und testet.

Heta spricht über den Kosovo, dessen Zugehörigkeiten seit über 100 Jahren und Unabhängigkeit von Serbien 2008 bis heute umstritten sind. Nach Hetas Aussagen vergäße der Kosovo seine Identität durch die jahrzentelange Beschäftigung mit umstrittenen Zugehörigkeiten, weswegen die regionale Kunst von Zerrissenheit und der Suche nach Identität erzähle, aber auch die jüngst erworbene Unabhängigkeit und somit Freiheit feiere. Als Beispiel für Letzteres zeigt er ein Musikvideo des Kosovo-Popstars Rita Ora.

In Europa rede niemand über Freiheit, sagt er. Wir nähmen diese als selbstverständlich.

Dieser Umgang mit Identität im Kosovo stehe nach Wylie im Gegensatz zur schottischen. Schottland reagiere auf die Zugehörigkeitsfrage mit einem festen Traditionsbewusstsein bis hin zu Patriotismus. Dessen regionale Kunst kreise folglich gern um sich selbst. Beiden Ausprägungen sei jedoch gemeinsam, dass Kunst insbesondere als “Heiler” fungiere.

(Von links nach rechts: Sjoerd Bootsma, Albert Heta, Jackie Wylie, Adith Hunkar)

Der sympathische Friesländer zeigt einen durch den CitizenLab entstandenen Werbefilm für seine Region, welcher die Menschen vor allem durch Kulturgüter zu begeistern versucht:

 

Wenn er sagt: “Kunst trifft die Menschen im Herzen – darin liegt die Kraft der Kunst”, sind sich alle einig.

Um 17:30 sitze ich im “Duvel”, einer Kneipe am Wasser, trinke ein frisch Gezapftes und fühle mich erschlagen – es wird ja doch immer sehr viel geredet und ich frage mich, wohin das führt: Ein kleiner Kreis engagierter Menschen besucht diese Veranstaltungen und redet über Europa und Kunst. Mich hat das Reden darüber jedenfalls nicht im Herzen getroffen – eher im Kopf und der ist jetzt unsäglich müde. Und kalt wird mir auch.

Das Einzige, was jetzt noch mein Herz berühren könnte, wäre, mit jemandem verliebt, Hand in Hand an den Kanälen Amsterdams entlang zu schlendern.

Meine Gedanken schweifen weiter: Ich beginne über mein Aussehen und das Älterwerden nachzugrübeln. Ich fühle mich egoistisch und wenig politisch engagiert und versuche dies zu ändern, indem ich an politisch engagierte Menschen denke, die mir etwas bedeuten. Ich muss noch ein Bier bestellen.

 

Zu um 20 Uhr mache ich mich mit einem durch Verschiedenes hervorgebrachten Motivationsschub zur Veranstaltung “Europa – Wir schaffen das!” auf. Ja, die Veranstaltung ist angesiedelt im “Het Concertgebouw”, einem festlichen Konzertsaal, gut angezogene Menschen unterhalten sich in angenehmer Intonation, es herrscht die Atmosphäre freudiger Erwartung wie vor einem klassischen Konzert. Ich bin bereit, mich mitreißen zu lassen.

Schon der Beginn ist vielversprechend: Seyran Ates, die mutige Frauenrechtlerin, dringt auf uns ein: Was für eine Gesellschaft wollen wir unseren Kindern hinterlassen? Was können wir für unser Friedens-Projekt tun?

 

Lars Eidinger liest in feierlicher Ernsthaftigkeit, die leider ein wenig aufgesetzt scheint, eine Sage und aus Stefan Zweigs “Die moralische Entgiftung Europas”:

 

Und Simon Strauss spricht mit tiefem Engagement. Er spricht echt, heißblütig aber schlüssig über Kultur. Dass sie zeitlos ist, Gefühle wecken, zu Visionen verhelfen und Freiheit bringen kann. Das gezündete Feuer im Herzen wird durch den musikalischen Auftritt einer erstaunlichen Sängerin namens WENDE (➡ hier zum Video) weiter entfacht. Chris Dercon, ehem. Kurator der Tate Modern und ehem. Intendant der Volksbühne in Berlin, versucht das Feuer erstaunlicher Weise zu löschen, indem er steif und fest die Ansicht vertritt, Deutschland sei seit 2006 kein Land der Ideen mehr und Europa brauche weniger Kultur denn kühle Köpfe in der Politik. Und so kam auch noch Feuer in die Gesprächskultur, in die Diskussion zwischen Dercon und Strauss (➡ hier zum Video).

Diese Veranstaltung setzt endlich um, was in der vorherigen bloß besprochen wurde: Sie zeigt, welche Kraft und Schönheit in der Kultur liegen kann. Wenn man ihr den Raum gibt. Wenn man sie ernst nimmt.

Sonntag der 3.6.18, 14 Uhr: Manifesto with Julian Rosefeldt / Film + Talk.

Jetzt werde ich eines meiner künstlerischen Vorbilder sehen: Julian Rosefeldt. Im Frühling vor zwei Jahren sah ich erstmals seine Filminstallation Manifesto im Hamburger Bahnhof und dann ein weiteres Mal. Ich habe selten ein Kunstwerk erlebt, welches mir so vollkommen erschien. Ich bin aufgeregt – immerhin besser als Müdigkeit! Ich komme zu spät und stürme zur verschlossenen Tür des Kinosaals. Nur ein etwas schlaksiger Mann steht davor und tippt etwas in sein Handy. Ich frage ihn, ob man hier noch rein dürfe. Überaus freundlich bedeutet er mir, ich dürfe. Später stellte sich heraus, es handelte sich um Rosefeldt selbst.

 

Ich sitze endlich und kann mich erneut dem Film widmen, der durch häufiges Schauen kein bisschen langweiliger wird. Die sagenhaft spielende Kate Blanchett, die die zahlreichen, völlig unterschiedlichen, subtil überzeichneten Rollen vollkommen ausfüllt, erinnert mich an die Kunst Cindy Shermans, welche in der Überzeichnung ihrer Charaktere allerdings weitaus extremer ist. Blanchett überzeugt so sehr, dass ich glaube, sie braucht die Schauspielerei, um kritische bis lächerliche menschliche Verhaltensweisen therapeutisch zu verarbeiten. In inspirierter Selbstreflexion vermute ich, dass mich diese Art Kunst u.a. deshalb so fasziniert:

Es geht um den Menschen. Wie er sich warum verhält, was er sich wünscht, was er denkt und fühlt.

Die Kunst ist, genau hinzuschauen und Menschliches zu sehen, anstatt es zu verstecken, selbst wenn, gerade wenn es peinlich ist.

Nun spricht Rosefeldt selbst. Er meint, man müsse sich als Mini-Institution im Kosmos sehen und fragen: Was ist meine Rolle/mein Beitrag? Er sagt:

“You have to think limitless and risky!”

16 Uhr: Presentation Eurolab

Wolfgang Tillmans, Rem Koolhaas und Stephan Petermann haben sich mit jungen Kreativen zusammengeschlossen, um an Marketingaktionen herumzudenken, welche das Europa-Projekt für die Allgemeinheit attraktiver machen soll.

Es werden Statistiken zum politischen Verhalten der Europäer und eine Menge Fakten aufgefahren.

Die Präsentationen der Ergebnisse des Labs zeigen, dass es nicht um Kunst, sondern um Marketing geht: Es sollen frische, junge Wahlpartys veranstaltet werden. Pop- und Sportstars sollen T-Shirts tragen und sich so über Internet-Kampagnen zeigen.

Mit Aufschriften wie “No man is an island, no country by itself”, “We are not perfect but still a family” oder Tillmans Lieblingsspruch: “Your grandparents fought for it. Your children depend on it”.

Ich wundere mich über das Kalkül dieser Künstler und komme mir weltfremd und verträumt vor.

18:30: Ich sitze wieder etwas abgeturnt am Wasser, allein mit leicht engem und kaltem Herzen. Immerhin habe ich Gemüse und Hummus und ein frisch Gezapftes.

Ich überlege, ob ich beleidigt bin, weil meine Bewerbung fürs Eurolab erfolglos war, widerlege diese Gedanken aber. Die Veranstaltung kam mir so leidenschaftslos vor. Vielleicht bin ich manchmal zu unkonkret in meinen Träumen von einer besseren Zukunft. Doch ganz pragmatisch kann und will ich nicht sein! Vielleicht wenigstens pragmatischer, mich verstärkt mit aktuellen, konkreten Fakten befassen und daraus meine (künstlerischen) Schlüsse ziehen. Aber was bedeutet das schon “konkret” zu sein? Ja, das bedeutet auch, weltlich zu sein. Das bedeutet, mit der Welt genau so wie sie ist umzugehen, nichts zu verschleiern, nichts zu verschönern. Aber das ist ja furchtbar öde! Und wenig romantisch. Ich bezweifle, dass ich das will. Am Ende muss beides zusammenkommen:

Ohne Träume entwickelt sich die Welt nicht zum Positiven und ohne das Konkrete ebenso wenig.

Ich denke, so lebe ich bereits. Und bei Tillmans und Co ist mir das Verträumte zu kurz gekommen.

Dennoch: Sowohl die Welt als auch Europa können nicht durch clevere Ideen gerettet werden. Das Einzige was uns retten kann, ist die Leidenschaft für das Gute, Wahre und Schöne.

Nachts war ich mit namhaften Menschen unterwegs. Es sind realitätsnahe, konkrete Menschen, die sich in der Welt zu bewegen wissen. Mir war kalt.

 

 

Hommage an Fischli und Weiss “Der Lauf der Dinge”

Im Berliner Kulturforum habe ich im Juni diesen Jahres zum x-ten Mal die Dokumentation der Installation “Der Lauf der Dinge” (1987) von  Fischli und Weiss bewundert.

Es ist für mich in gewissem Sinne ein Urkunstwerk, ein Paradebeispiel für das, was Kunst in ihrem eigentlichen Sinne ist und wieder werden sollte: Ein ernsthaftes Spiel, fern von alltagstauglichem Nutzen. Eine Thematik, mit der Schiller 1794 in seinen ästhetischen Briefen die Geburtsstunde der freien Kunst einleitete. “Um es endlich einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.” (aus Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen”, 1794).

Ganz direkt nimmt sich das Künstlerduo dieser Thematik an: Es entwirft einen Kreislauf scheinbarer Zweckmäßigkeit, der aber letztlich nur einen einzigen Nutzen hat: Das freie Spiel.

Was für einen unglaublichen Aufwand die beiden Schweizer Künstler dafür getrieben haben. Man muss wahrlich für die Kunst leben, um so etwas zu tun! Trotz einer wahnsinnigen Präzision, dem enormen Arbeitsaufwand und also einer Herangehensweise voller Mühe und Ernsthaftigkeit, schafft die Arbeit den Eindruck unbändiger Verspieltheit und Leichtigkeit.

Video “Der Lauf der Dinge”

 

 

Falls

falls: Klettband auf Spanholz, 125*310 cm

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Zwischen Höflichkeit und Aggression

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Kunst im Netz: ART Berlin

Dieser Beitrag stellt euch jeden Freitag kurz und bündig einen aktuellen Art-Blog vor. Somit wird versucht, Kunsttrends auf die Spur zu kommen. Diesmal: ART Berlin – Kunstszene Berlin.

Art Berlin

Ich komme hiermit zu dem zurück, was ich ursprünglich versprochen habe und zwar, über Art Blogs zu schreiben und nicht über Künstler.

Außerdem möchte ich es wieder ein wenig schmutziger und wende mich daher der berlinerischen Kunstszene zu, die doch immer auch  mutiger zu sein scheint und uns Europäer nicht mit Lack und Glamour erstickt, wozu Kunst aus den USA zu neigen scheint.

Eine Seite, toll und übersichtlich. Wer sich in Berlin aufhält und aktuelle Ausstellungen besuchen möchte, ist mit dieser Seite sehr gut beraten, schon alleine, da die Sparte “Galerien” zwischen “Top-Galerien” und “Junge Galerien” unterscheidet und auch einen Galerieführer für Berlin enthält.

ralph-steadmanAuf den ersten Blick verliebt habe ich mich in die angekündigte Ausstellung des Ralph Steadman in der Janine Bean Gallery. Na, wer weiß noch wer Ralph Steadman ist? Aber ja, genau! Der Illustrator eines meiner Lieblingsbücher: “Fear and and Loathing in Las Vegas” (so amüsant der Film übrigens sein mag – das Buch ist auch hier besser). Für die Ausstellung hat er nun die “Breaking Bad”-Charaktere gezeichnet. Wie aus dem kurzen und informativen Artikel über dieses Unterfangen auf der angekündigten Kunstseite hervorgeht, hat er ebenfalls “Alice im Wunderland”, “Animal Farm” und “Die Schatzinsel” illustriert, was ebenfalls für den Künstler spricht, wie ich finde.

Viel Spaß!

Kunst im Netz: Sas Christian

Dieser Beitrag stellt euch jeden Freitag kurz und bündig einen aktuellen Art-Blog vor. Somit wird versucht, Kunsttrends auf die Spur zu kommen. Diesmal: Sas Christian.

saschristian

Einem der Kunst mag und damit meine ich wirklich Kunst, nämlich die, die sich auflehnt und mehr sieht, als der Otto Normalverbraucher, dem werden sofort sämtliche Alarmglocken angehen, sobald er auf die Seite der britischen, 45-jährigen Künstlerin stößt: Das ist Kitsch, nicht Kunst – so dachte ich zumindest. Und denke es immer noch. Doch habe ich mich verführen lassen von Glamour und handfesten Emotionen, die wieder, so wie man es kennt, schön brav der Weiblichkeit zugeordnet werden – es ist wunderbar!
Dann betrachte ich die Augen ihrer Öl-af-Leinwand-Weibsbilder genauer: In gekonnter Technik fallen sie aus den deutlich zu porzellanartigen Gesichtern heraus und wirken dadurch um so lebendiger. Häufig sind sie gar rotunterlaufen und feucht, als hätte die werte Dame – hach – als hätte sie gerade eben noch geweint!
aurora
Dieser Effekt unterbricht die kitschige Sorglosigkeit (ein wenig) und gibt den Bildern Tiefe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

bunny blue

 

Alt bekannte Weiblichkeit findet sich ebenfalls in der häufig gewählten Pose kindlichem Schmollens:

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Titel der Werke habe ich mit voller Absicht unerwähnt gelassen – wenn ihr sie nachschaut, wisst ihr warum.

Biedermeierische Behaglichkeit breitet sich in mir aus. Und nach Betrachten der Bilder habe ich irgendwie Lust auf Sylvester bekommen – Weihnachten ist ja auch bald schon vorbei.

Kunst im Netz: Rachel Denny

Dieser Beitrag stellt euch jeden Freitag kurz und bündig einen aktuellen Art-Blog vor. Somit wird versucht, Kunsttrends auf die Spur zu kommen. Diesmal: Rachel Denny.

Rachel Denny

Erst einmal vorweg: Ich habe gemogelt, da es sich bei der von mir empfohlenen Seite nicht um einen Blog im eigentlichen Sinne handelt, sondern schlicht um die Seite eines Künstlers/in. Ihr werdet es mir verzeihen.

Zu Rachel gibt es eigentlich auch nicht viel zu sagen: Sie ist Amerikanerin, verdient gut mit ihrer Kunst und stellt schon seit über zehn Jahren aus, aktuell in der Foster/White Gallery in Seattle.
ElchIhre Tierplastiken sind jedoch von einer feinsinnigen, fast natürlichen Ästhetik, die ich absolut bemerkenswert finde. Die Form der Tiere sind von einer Eleganz, wie sie die Natur nicht hätte besser erschaffen können, ebenso die “Haut” der Tiere. Eine schöne Kunst, die ich mir gerne an die Wand hängen oder ins Zimmer stellen würde, das dann ruhig ein bisschen mondäner sein darf.

Kunst im Netz: The Little Chimp Society

Dieser Beitrag stellt euch jeden Freitag kurz und bündig einen aktuellen Art-Blog vor. Somit wird versucht, Kunsttrends auf die Spur zu kommen. Diesmal: The Little Chimp Society.

The Little Chimp Society

The Little Chimp Society ist eher ein Unternehmen denn ein Blog. Es ist möglich auf dieser Seite Stunden zu verbringen, da man vielleicht auf ein Projekt klickt, das einen auf der Seite im wahrsten Sinne des Wortes anspringt und dieses wiederum seine eigene Webseite hat, womit ich gleich einen Nachteil anspreche: Die Seite ist unübersichtlich. Dennoch ist sie wichtig – kein Illustrator sollte sie übersehen – und sie verfolgt das gleiche Ziel wie ich: Aufzuspüren was die momentanen Trends in der Kunst sind.

Ein von LCD ins Leben gerufenes Projekt möchte ich nun herausgreifen, da es sowohl für Kunstschaffende, als auch für Unternehmen die eine/n Illustratoren/in suchen, als auch für Menschen, die sich einfach nur für Kunst interessieren, betrachtenswert ist: Hire an Illustrator stellt eine riesige Sammlung an professionellen Illustratoren/-innen dar, deren Portfolios und Webseiten sich dort ebenfalls zu Gemüte führen lassen. Und alle beherrschen ihr Handwerk, manche auf eindrucksvolle, fast einschüchternde Weise, wenn man an die Masse der dort vorgestellten Künstler denkt. Nun, jeder kann sich dort bewerben – ob Anfänger oder alter Hase – er muss jedoch erst an einer hochkarätigen Jury vorbei.

Zum Beispiel bei Lee Moyer ist für mich keine handwerkliche Qualitätssteigerung mehr denkbar: mscarroll

Und wenn es um den Geschmack geht, wird hier ebenfalls jeder bedient.

Die Erfüllung des Künstlers

Die Erfüllung des Künstlers

Kunst im Netz: Gilbert Legrand

Dieser Beitrag stellt euch jeden Freitag kurz und bündig einen aktuellen Art-Blog vor. Somit wird versucht, Kunsttrends auf die Spur zu kommen. Diesmal: Gilbert Legrand.

Gilbert Legrand

Gilbert Legrand ist ein französischer Künstler auf dessen Seite vor allem seine Skulpturen, Illustrationen und Fotografien zu betrachten sind.

la pipe

Ce n’est pas une pipe: Gilbert Legrand hat aus zwei Pfeifen einen wilden Stierkampf inszeniert.

Besonders seine Skulpturen haben es mir angetan: Er bearbeitet Alltagsgegenstände in einer Weise, die sie zum Leben erwecken. Beim Betrachten denke ich mir: Diese Säge mit genau dieser Form hätte nichts anderes als genau dieser Wolf mit genau diesem Gesichtsausdruck sein können. Und der Farbauftrag komplettiert den erschaffenen Charakter auf eine ideale Weise. Auch die Qualität seiner Fotografien, so wie einige illustrative, nachträglich in den Kontext der Figur gesetzten Details bewirken, dass die Skulpturen scheinbar empfindungsfähig sind…scheinbar?

rapper