fischli

Hommage an Fischli und Weiss “Der Lauf der Dinge”

Im Berliner Kulturforum habe ich im Juni diesen Jahres zum x-ten Mal die Dokumentation der Installation “Der Lauf der Dinge” (1987) von  Fischli und Weiss bewundert.

Es ist für mich in gewissem Sinne ein Urkunstwerk, ein Paradebeispiel für das, was Kunst in ihrem eigentlichen Sinne ist und wieder werden sollte: Ein ernsthaftes Spiel, fern von alltagstauglichem Nutzen. Eine Thematik, mit der Schiller 1794 in seinen ästhetischen Briefen die Geburtsstunde der freien Kunst einleitete. “Um es endlich einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.” (aus Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen”, 1794).

Ganz direkt nimmt sich das Künstlerduo dieser Thematik an: Es entwirft einen Kreislauf scheinbarer Zweckmäßigkeit, der aber letztlich nur einen einzigen Nutzen hat: Das freie Spiel.

Was für einen unglaublichen Aufwand die beiden Schweizer Künstler dafür getrieben haben. Man muss wahrlich für die Kunst leben, um so etwas zu tun! Trotz einer wahnsinnigen Präzision, dem enormen Arbeitsaufwand und also einer Herangehensweise voller Mühe und Ernsthaftigkeit, schafft die Arbeit den Eindruck unbändiger Verspieltheit und Leichtigkeit.

Video “Der Lauf der Dinge”

 

 

Drinnen1

Video-Installation auf “48 Stunden Neukölln” in Berlin, 2017

Loveplay

Gezeigt als Hauswand-Projektion im Rahmen des Berliner Kunstfestivals “48 Stunden Neukölln”, 2017.

Ein Partner fehlt, die Protagonistin hegt geradezu eine Sehnsucht nach einem. Feuchte Umgebung und Tropfen-Sound verweisen auf Fruchtbarkeit, der immer schneller werdende Takt auf den Druck, der mit jener verbunden sein kann. Die Symbole Herz und Kreuz, sowie die Einteilung der Linien in Senkrechte und Waagerechte verweisen zusätzlich auf das Denken in Paaren. Der Zuschauer sieht den Partner nicht, der aber logischer Weise vorhanden sein müsste. Er ist nicht anwesend und doch ist er es. Ist die Beziehung beendet? Oder hat sie einen Partner, der aber körperlich nicht anwesend ist? Dieser letzte Aspekt verweist auf die Problematik gegenwärtiger Beziehungssituationen, die von Social Media geprägt sind. Dies führt immer häufiger dazu, dass ein Partner vielleicht vorhanden, aber selten bis gar nicht physisch anwesend ist. Dieser „Schattenpartner“ ist im Prinzip unsichtbar, ungreifbar und doch ein Teil von uns. Gleichzeitig lässt er Interpretationsspielraum zu, führt zu Projektionen und Illusionen und am Ende dazu, dass die Person das Liebesspiel mit sich selbst spielt. Die Frau und ihr Spiegelbild, welches in seiner verschwommenen Undeutlichkeit selbst an einen Schatten erinnert, bieten hierzu formal ein Zusammenspiel aus Spiegel, Schatten, Partner und Selbst.

Loveplay

Video

5:32 MIN., 2017

system klein

system destroyed – renew myself

system destroyed – renew myself

Acryl auf Leinwand

240*90 cm, 2017

Das Bild kann käuflich erworben werden. Mehr Informationen dazu gibt es gerne unter acochius@gmail.com.

“Ich möchte, dass Frauen sowie Männer sich für Emotionalität, Hingabe, Fruchtbarkeit und Vitalität öffnen und sich dagegen nicht unter Coolness, Härte und Selbstkontrolle vergraben. Ich möchte dazu verführen, sich verletzlich zu machen.” – Andrea Cochius

loveplay3

Loveplay, Video-Projektion

Loveplay

Ein Kurzfilm von Andrea Cochius.

Gezeigt als Hauswand-Projektion➡️ im Rahmen des Berliner Kunstfestivals 48 Stunden Neukölln, 2017.

Ein Partner fehlt, die Protagonistin hegt geradezu eine Sehnsucht nach einem. Feuchte Umgebung und Tropfen-Sound verweisen auf Fruchtbarkeit, der immer schneller werdende Takt auf den Druck, der mit jener verbunden sein kann. Die Symbole Herz und Kreuz, sowie die Einteilung der Linien in Senkrechte und Waagerechte verweisen zusätzlich auf das Denken in Paaren. Der Zuschauer sieht den Partner nicht, der aber logischer Weise vorhanden sein müsste. Er ist nicht anwesend und doch ist er es. Ist die Beziehung beendet? Oder hat sie einen Partner, der aber körperlich nicht anwesend ist? Dieser letzte Aspekt verweist auf die Problematik gegenwärtiger Beziehungssituationen, die von Social Media geprägt sind. Dies führt immer häufiger dazu, dass ein Partner vielleicht vorhanden, aber selten bis gar nicht physisch anwesend ist. Dieser „Schattenpartner“ ist im Prinzip unsichtbar, ungreifbar und doch ein Teil von uns. Gleichzeitig lässt er Interpretationsspielraum zu, führt zu Projektionen und Illusionen und am Ende dazu, dass die Person das Liebesspiel mit sich selbst spielt. Die Frau und ihr Spiegelbild, welches in seiner verschwommenen Undeutlichkeit selbst an einen Schatten erinnert, bieten hierzu formal ein Zusammenspiel aus Spiegel, Schatten, Partner und Selbst.

Loveplay

Video

5:32 min., 2017

Selbstbilsnis XII web

Art Basel weekend 2017

Mit der Malerei “Farbe Essen” durfte ich im Juni 2017 an einer  Gruppenausstellung  der  Galerie “The Artbox.Project” während der Art Basel teilnehmen.

Farbe

Acryl auf Leinwand

80*60 cm, 2016

verkauft