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Kunst im Netz: Sas Christian

Dieser Beitrag stellt euch jeden Freitag kurz und bündig einen aktuellen Art-Blog vor. Somit wird versucht, Kunsttrends auf die Spur zu kommen. Diesmal: Sas Christian.

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Einem der Kunst mag und damit meine ich wirklich Kunst, nämlich die, die sich auflehnt und mehr sieht, als der Otto Normalverbraucher, dem werden sofort sämtliche Alarmglocken angehen, sobald er auf die Seite der britischen, 45-jährigen Künstlerin stößt: Das ist Kitsch, nicht Kunst – so dachte ich zumindest. Und denke es immer noch. Doch habe ich mich verführen lassen von Glamour und handfesten Emotionen, die wieder, so wie man es kennt, schön brav der Weiblichkeit zugeordnet werden – es ist wunderbar!
Dann betrachte ich die Augen ihrer Öl-af-Leinwand-Weibsbilder genauer: In gekonnter Technik fallen sie aus den deutlich zu porzellanartigen Gesichtern heraus und wirken dadurch um so lebendiger. Häufig sind sie gar rotunterlaufen und feucht, als hätte die werte Dame – hach – als hätte sie gerade eben noch geweint!
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Dieser Effekt unterbricht die kitschige Sorglosigkeit (ein wenig) und gibt den Bildern Tiefe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Alt bekannte Weiblichkeit findet sich ebenfalls in der häufig gewählten Pose kindlichem Schmollens:

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Titel der Werke habe ich mit voller Absicht unerwähnt gelassen – wenn ihr sie nachschaut, wisst ihr warum.

Biedermeierische Behaglichkeit breitet sich in mir aus. Und nach Betrachten der Bilder habe ich irgendwie Lust auf Sylvester bekommen – Weihnachten ist ja auch bald schon vorbei.

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Auf den Fachtagen der Frankfurter Buchmesse

Buchmesse cIch auf der Frankfurter Buchmesse – toll. Ich auf den Fachtagen der Frankfurter Buchmesse – sehr toll! Ich als Frau von Fach auf den Fachtagen der Frankfurter Buchmesse mit einem Autoren an meiner Seite – premium-toll!

Dies waren beste Voraussetzungen, um es selbstbewusst hinter mich zu bringen.

In meiner exklusiven Position hatte ich aber Mitleid. Mitleid mit den kleinen Verlagen. Ein paar waren nämlich so klein, dass man sie kaum sah, wahrscheinlich wollten sie auch gar nicht gesehen werden, sondern lieber im Boden versinken. Mehrere tausend Euro hatten sie für ihren Auftritt dennoch bezahlt. Deswegen hatte mich auch ein Künstler aus Halle 4.1 sofort marktschreierisch gefangen gehalten, als ich das Attentat eines beiläufigen Blickes auf seine ausgestellten Exemplare beging. Wie aus der Pistole geschossen erhielt ich sämtliche Informationen um die Produktion seiner Bücher herum, die ich gebetsmühlenartig lächelnd und nickend an mir abprallen ließ – es war einfach zu traurig. Aus einer melancholischen Trance heraus, steckte ich dann irgendwie noch seine Visitenkarte ein.

Gerade in meinem Lieblingsviertel, In Halle 4.1, würdevoll “State of the Arts” genannt, wollte ich mich lieber durch die Gassen schleichen, bevor ich wieder angeschrien werden würde.

Wir schätzen Kunst und die Buchbranche blüht – dies ist wohl die Botschaft, die mich eigentlich hätte erreichen sollen. Und wenn ich solche Bilder sehe, glaube ich ja auch wieder daran:Buchmesse14
Trubel (der bei den Fachtagen entgegen der Publikumstage verhältnismäßig gering ausfällt), wie er auf Messen oder in Museen vorkommt, beeindruckt mich in diesem Sinne sehr, dass ich schnell völlig platt bin und ich freue mich dann über ein Päuschen. Beherzt suchte ich nach einem Café, um in Ruhe das zentnerschwere Programmheft anzugehen. Für ein pappiges Käsebrötchen gab ich vermutlich das Jahreseinkommen eines der eben erwähnten Verlage aus.

Ich sende zwischendurch ein tapferes Lächeln: Buchmesse 14 a

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Essen überfiel mich endgültig die Müdigkeit. Das Programm hielt für solche Fälle eine halbstündige “Performance” bereit, die den Besucher durch Eigenaktivität die Müdigkeit aus den Knochen wälzen sollte: Die Gutenberg-Presse – “Eines der ältesten Druckmuseen der Welt bietet Einblicke in seine Arbeit.”
Sensationsheischend begab ich mich also nochmals ins Gebiet 4.1. Am gesuchten Ort gab es keine Marktschreier, hier herrschte der Großgrundbesitzer Gutenberg und in diesen Momenten waren die Sorgen über Land und Leute dieses Buchplaneten wie weggeblasen:
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Buchmesse dBuchmesse e

 

 

 

 

 

 

 

 

Verwirrende Eindrücke – und ich freue mich auf einen nächsten Besuch!

Designtage

Designtage Lübeck 2014

Am letzten Septemberwochenende des Jahres 2014 fand die dritte Auflage der “Designtage Lübeck” statt, bei der mehr als 25 Aussteller aus den Bereichen Wohndesign und Lifestyle ihre Neuheiten präsentierten. Verteilt auf den gut 1.000 Quadratmetern der sogenannten “Media Docks”. Dabei handelt es sich um ein historisches Gebäude in Lübeck, das auf der Wallhalbinsel am Museumshafen direkt am Traveufer der historischen Altstadt steht und heute viele Firmen der Kreativbranche beherbergt.

Der Veranstalter hatte mich angefragt, ob ich mit einigen meiner Werke das Programm abrunden und eventuell sogar vor Ort künstlerisch tätig sein könne. Und so habe ich dort nicht nur drei Tage ausgestellt, sondern war auch die gesamte Zeit persönlich anwesend und habe zwischendurch skizziert und gezeichnet.

Mein Fazit könnte nicht besser ausfallen: Viele interessante Gespräche mit Künstlern, Kreativschaffenden und Menschen aus dem Designumfeld, aber auch mit ganz vielen der mehr als 2.000 Besucher. Und das eine oder andere Werk von mir hängt nun in einer Wohnung irgendwo in Schleswig Holstein und erfreut dort das Auge der Betrachter.